



Wenn die Chemie hustet – ist dann die Region krank?
Strukturwandel im Chemiedreieck im Fokus des Burghauser Sozialforums
Die angekündigten Stellenstreichungen bei Wacker Chemie haben in den vergangenen Wochen für große Unruhe im bayerischen Chemiedreieck gesorgt. Rund 1500 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden – mit spürbaren Folgen insbesondere für den Stammsitz in Burghausen und die gesamte Region. Vor diesem Hintergrund widmete sich das Burghauser Sozialforum der Frage, wie sich der Strukturwandel auf Wirtschaft, Gesellschaft, Kirche und die Menschen vor Ort auswirken wird.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen in den Burghauser Bürgersaal, um die Podiumsdiskussion zu verfolgen und sich aktiv einzubringen. Nach der Begrüßung durch Jasmin Geltinger sowie einer thematischen Einführung von Martin Antwerpen diskutierten Vertreter aus Industrie, Politik, Gewerkschaft und Kirche über Herausforderungen und Perspektiven.
Auf dem Podium saßen:
🔹 Dr. Peter von Zumbusch, Werkleiter Wacker Burghausen
🔹 Erster Bürgermeister Florian Schneider
🔹 Günter Zellner von der IGBCE
🔹 Michael Wagner, Diakon und KAB-Landespräses Bayern
Ein zentrales Thema des Abends war die soziale Dimension des Stellenabbaus. KAB-Landespräses Michael Wagner betonte die Verantwortung gegenüber den Beschäftigten: „Ein Unternehmen besteht aus Menschen. Sie geben ihm ein Gesicht – Kapital hat keines.“ Der Verlust eines Arbeitsplatzes bedeute für viele Menschen mehr als nur finanzielle Einbußen. „Durch den Verlust meiner Arbeit verliere ich auch ein Stück Identität.“
Erster Bürgermeister Florian Schneider sprach offen über die aktuelle Situation der Stadt Burghausen. Trotz finanzieller Belastungen investiere die Stadt bewusst in ihre Zukunft und stelle sich
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