Auf der sogenannten Lehner-Wiese am südlichen Stadtrand treffen seit diesem Sommer Pferde, Wasserbüffel und Murnau-Werdenfelser Rinder aufeinander. Was auf den ersten Blick wie eine ungewöhnliche Weidegemeinschaft wirkt, ist in Wirklichkeit ein sorgfältig geplantes Beweidungsprojekt, das vom Umweltamt der Stadt Burghausen initiiert wurde. Ziel ist es, die ökologische Vielfalt auf der Fläche zu erhalten und zu fördern – im Einklang mit einer nachhaltigen, regionalen Landwirtschaft.
“Was hier passiert, ist auf allen Ebenen einmalig”, sagt Sarah Freudlsperger, Leiterin des städtischen Umweltamts und Initiatorin des Projekts. “Zum einen menschlich, weil sich so unterschiedliche Akteure zusammengetan haben und sich sehr gut verstehen. Die Zusammenarbeit macht Spaß und ist unkompliziert. Und zum anderen, weil auch die Tiere so wundervoll zusammenwirken, voneinander lernen und neue Lebensräume für Kleinstlebewesen und Insekten schaffen.”
Die Projektfläche umfasst rund zehn Hektar Grünland, die vormals von der Familie Weindl als Milchviehweide genutzt wurden. Mit der Aufgabe der Landwirtschaft stand die Frage im Raum, wie die Flächen in Zukunft bewirtschaftet werden könnten. Die Stadt Burghausen hat darauf eine innovative Antwort gefunden – in enger Zusammenarbeit mit mehreren regionalen Betrieben:
Sepp und Luise Weindl, die ihre Wiesen an die Stadt verpachtet haben.
Matthias Reisaus vom Hof Der Reiserer (Oberneukirchen), der bereits das erfolgreiche Beweidungsprojekt in Raitenhaslach mit Wasserbüffeln und Murnau-Werdenfelser Rindern begleitet.
Stefan Bergmann vom Pferdehof Bergmann (Pirach), ein angehender Pferdewirt, der aktuell drei Jungpferde zur Weidegemeinschaft
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