

Vor 425 Jahren entstand eines der größten Gebäude in Burghausen
von Eva Gilch
Burghausen, 30.04.2026. 1601, vor 425 Jahren, wurde nach zwei Jahren Bauzeit eines der größten Gebäude in Burghausen fertiggestellt. Heute erinnert nichts mehr an den herzoglichen Salzstadel in der Zaglau, der sich fünf Stockwerke hoch auf einer Fläche von 79 Metern Länge und 17 Metern Breite erstreckte. Er befand sich an der Stelle des heutigen Seminarbaus des Kurfürst-Maximilian-Gymnasiums und reichte bis zum Ende des Parkplatzes in der Zaglau.
Warum ließ der bayerische Herzog Maximilian I. ein Gebäude mit derart gewaltigen Ausmaßen in Burghausen errichten? Bis Ende des 16. Jahrhunderts gelang es den bayerischen Herrschern, sich das Monopol für den Handel mit Halleiner und Reichenhaller Salz zu sichern. Zuletzt übernahm Herzog Wilhelm V. die Handels- und Niederlagsrechte einiger bayerischer Städte für das Halleiner Salz. Dies war auch 1595 in Burghausen der Fall. Die bürgerlichen „Salzfertiger“, die durch den Handel mit Salz zu Wohlstand und Einfluss gelangt waren, wurden dadurch ihrer wirtschaftlichen Grundlage beraubt. Nun organisierten herzogliche Beamte den Salzhandel. Für den Verkauf oder Weitertransport musste das Salz zwischengelagert werden. Die bisher in Burghausen genutzte Salzlagerstätte im städtischen Tanzhaus am Bichl war jedoch durch das große Salzach-Hochwasser 1598 zerstört worden.
Von 1599 bis 1601 ließ Herzog Maximilian I. deshalb einen neuen Salzstadel in der Zaglau erbauen. Einige Zahlen aus der Baurechnung, die sich im Staatsarchiv München erhalten hat, zeigen die Ausmaße dieses Projektes. Durch die Lagerung von Salz auf fünf Stockwerken entstanden enorme Lasten. Ein System aus Stützen und Unterzügen leitete das Gewicht
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