Burghausen, 29.01.2026. Wie Burghausen bis zum Jahr 2040 eine klimaneutrale Wärmeversorgung erreichen kann, stand im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung zur Kommunalen Wärmeplanung am Mittwoch, 28.01.2026. Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Energieversorgung und Fachplanung informierten die zahlreich erschienene Bürgerschaft über die Ergebnisse des Projekts und die nächsten Schritte der Wärmewende.
Nach der Begrüßung durch Ersten Bürgermeister Florian Schneider ging es in die Thematik. Grundlage der Wärmeplanung ist eine umfassende Bestandsanalyse – diese stellte Martin Veh vom Planungsbüro Steinbacher Consulting vor. Der aktuelle Wärmebedarf in Burghausen liegt – ohne Industrie – bei rund 190 Gigawattstunden pro Jahr. Davon entfallen etwa 140,43 Gigawattstunden und damit rund 75 Prozent auf private Haushalte. Derzeit werden rund drei Viertel der Wärme noch mit Heizöl und Erdgas erzeugt; der Anteil erneuerbarer Energien liegt bei lediglich zwölf Prozent und damit deutlich unter dem bayernweiten Durchschnitt von rund 30 Prozent.
Schrittweiser Pfad zur Klimaneutralität
Die kommunale Wärmeplanung zeigt einen Transformationspfad auf, mit dem Burghausen sein Defizit schrittweise abbauen kann. Das größte Potenzial bieten neben der Versorgung mit Fernwärme die Grundwasserwärmepumpen. Diese sind besonders interessant für diejenigen, die nicht mittels einer Fernwärmeleitung erschlossen werden können. Zudem gibt es das theoretische Potenzial der Abwärme aus der Großindustrie und von Flusswasserwärmepumpen. Letztere beiden Lösungen wurden bei der weiteren Betrachtung allerdings aus Darstellbarkeitsgründen nicht weiter berücksichtigt.
Digitale Planungskarte ab sofort online einsehbar
Sarah Freudlsperger, Leiterin des